Fragen & Antworten

Der Säuregrad

Das hochwertige Olivenöl hat einen Säuregrad von 0,48. Ein Säuregrad von 0 ist nach der Pressung unmöglich und kann nur durch den Zusatz chemischer Mittel erreicht werden. Hochwertige Olivenöle haben einen Säuregehalt zwischen 0,2 und 0,6. Zu beachten ist jedoch, dass der Säuregehalt nur in Verbindung mit anderen Messwerten Rückschlüsse auf den Reifegrad der Oliven und die Qualität der Verarbeitung geben kann.

Wann darf das Olivenöl die Bezeichnung „Native Extra“ erhalten?

„Nativ Extra“ oder „ Extra Vergine“ bezeichnet die höchste Güteklasse beim Olivenöl. Laut Europäischer Verordnung Nr. 1234/2007 darf ein Olivenöl die Bezeichnung „Nativ Extra“ erhalten, wenn der Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, höchstens 0,8% beträgt.

Warum Olivenöl aus Amphisis Oliven?

Das Öl von Amphisis Oliven ist mild im Geschmack, da diese Olivensorte, im Gegensatz zu manch anderen Sorten, reif geerntet wird.

Woher kommt das Olivenöl?

Die biologisch kultivierten Olivenfelder der Familie Kousvantelos befinden sich in Pelasgia, Fthiotida. Der antiken Geschichte des Ortes zu Folge waren die Pelasgoi die ersten Bewohner Griechenlands. Der Anbau der Oliven ist seither untrennbar mit der Lebensweise der Menschen aus dieser Region verbunden.

Wie wird es geerntet?

Die Ernte erfolgt traditionell von Hand, wobei zuerst Netze unter die Bäume ausgelegt werden. Anschließend streift man die reifen Amphisis-Oliven mit Stöcken und Kämmen von den Bäumen ab. Die geernteten Früchte werden nun per Hand von Blättern und Zweigen befreit, in Behälter gefüllt und umgehend zur Olivenmühle gebracht.

„Kalt gepresst“ - was bedeutet das?

Voraussetzung für die Verwendung der Bezeichnung „kalt gepresst“ ist, dass beim Pressvorgang die Temperatur von 27 Grad nicht überschritten wird. Durch dieses schonende Verfahren bleiben wichtige Inhaltsstoffe, wie Antioxidantien, Vitamine und Mineralien, erhalten.

Was ist das Bariguna Projekt?

Das Bariguna Kaffee Projekt schafft Partnerschaften mit kleinen Kaffeeproduzenten in Uganda und unterstützt sie, qualitativ hochwertigen Kaffee herzustellen um dadurch ein höheres Einkommen zu erzielen. Wir bieten direkt gehandelten Spezialitäten Kaffee für Kunden in Deutschland, die an einem direkten Bezug zu den Produzenten und einem fairen Preis interessiert sind. Wir möchten Transparenz der Kosten in der Wertschöpfungskette garantieren und beim Röstkaffee die gesamte Verarbeitung und damit Wertschöpfung in Uganda gewährleisten.

Der Gründer des Projekts

Christoph Hamm ist pensionierter UN Beamter der sein halbes Leben in Ost Afrika gearbeitet hat und jetzt in Genf und Ruhpolding lebt. Seine Frau Fulgencia Kpatikpati kommt aus dem Süd Sudan. Bariguna ist ihr Heimatdorf und liegt an der Grenze zu Kongo (DRC). Der ursprüngliche Projektgedanke war, die Farm des Vaters von Fulgencia wieder aufzubauen und den Bauern Zugang zum internationalen Markt zu verschaffen. Die Sicherheitslage macht diesen Plan zur Zeit unmöglich. Da die Familie in Uganda lebt, haben wir beschlossen ein ähnliches Konzept dort zu verwirklichen. Stephan Katongole, ein Deutsch-Ugander, der seine eigene Familienfarm betreibt, hat sich dem Projekt angeschlossen. Joel Kaburu, ein ehemaliger Wildhüter, der mit seiner Grossfamilie im Elgon Gebirge Kaffee anbaut und Gladys Wakurboth, die als Qualitäts-Kontrolleurin in einer Kooperative im West Nile Bezirk arbeitet, gehören zum Team.

Kaffee aus Uganda?

Uganda ist der zweitgrösste Produzent und grösste Exporteur von Kaffee in Afrika. Das Land produziert 75% Robusta and 25% Arabica, aufgrund klimatischer Bedingungen hauptsächlich “natural” (sonnengetrockneter) Arabica im Westen und “washed” (fermentierter und gewaschener Arabica im Nord-Osten und Nord-Westen, sowie beide Arten im Süden. Die bekanntesten Regionen für hochwertigen Arabica sind Bugisu and Kapchorwa Distrikt an den Hängen des vulkanischen Mount Elgon Massifs, Kasese Distrikt in den Ruwenzori Mountains, Kigezi Distrikt in the Vulkangebirgen and den Grenzen zu Kongo und Rwanda und der West Nile Distrikt im Hochland and der Grenze zu Kongo und Süd Sudan. Die Farmen liegen auf 1,700 - 2,100 Metern über dem Meer. Die besten Robusta Gegenden sind Masaka (Zentral Uganda) und Rukungiri-Bushenyi (Süd-Westen) mit 1,200 bis 1,500 MüM.

Kleinbauern und Kooperativen

In den Neunziger Jahren wurden viele Kooperativen aufgelöst und die Kontrolle der Regierung über den Kaffeemarkt gelockert. Damit wurde zwar die Gefahr der Misswirtschaft und der späten oder unterschlagenen Bezahlung der Bauern eingedämmt aber ebenfalls die Verhandlungsposition gegenüber den Händlern geschwächt. Händler können seitdem direkt mit Produzenten verhandeln und den Kaffee bei den Bauern an der “Farmgate” kaufen. Zehn  internationale Handelsfirmen (u.a. die Deutsche Hans Neumann Gruppe und der Schweizer “Volcafe” mit seiner Ugandischen Filiale “Kyagalanyi”) kaufen 75% der Produktion auf. Seit einigen Jahren ist der Bedarf an hochwertigem “Spezialitäten Kaffee” gewachsen, aber die Motivation für Produzenten ist begrenzt: die Bauern erhalten nahezu den gleichen Preis für mittelmässigen “kommerziellen” und hochwertigen Kaffee und sind deswegen nicht in der Lage, in ihre Farmen zu investieren und ihre Anbaumethoden zu verbessern.

Single Origin & Micro Lot

Unsere Kaffees sind “single origin” und “micro lot” Kaffees - das heisst sie sind aus einer einzigen Lage (Dorf oder Gemeinde) bzw. von einem einzigen Bauern. Sie werden in mehreren Gängen handgepflückt um nur reife Kirschen zu erhalten und dann handsortiert um weitere Defekte zu eliminieren und die bestmögliche Qualität zu erzielen. Viele Produzenten haben “organische” Anbaumethoden, teils aus Tradition, teils will ihnen das Geld zum Kauf der Kunstdünger und Pestizide fehlt (“organic by default”). Einige Kooperativen haben Zertifikate erworben (Fair Trade, UTZ, etc.) aber die meisten Kleinbauern können sich diese Kosten nicht leisten.

Unser Kaffee Score

Das Bariguna Projekt produziert verschiedene Kaffeearten: gewaschenen, natürlichen, “anaerobisch fermentierten” und “Honig fermentierten” Arabica und gewaschenen, natürlichen and semi-gewaschenen Robusta. Muster der Kaffees wurden an der Africa Coffee Academy in Kampala getestet und erzielten “cup scores” zwischen 83 and 85 Punkten (Arabica), Spezialitäten Kaffee beginnt bei 80 Punkten. Wir unterstützen bislang einen Produzenten mit einfacher Ausrüstung wie Material für Trockentische und einer Trockenhalle, Schälmaschine und Behälter, Feuchtigkeitsmesser usw. Um unsere Unterstützung auszubauen, benötigen wir Röster und Privatkunden die an einem angemessenen Preis und einem Bezug zu den Produzenten interessiert sind.

Kaffee bezogene Projekte.

Ein Bariguna Kleinprojekt ist ein Kaffee, der von Frau Kaburu am offenen Herdfeuer geröstet wird. Wir haben Vakuumbeutel und eine Siegelzange erworben um die gerösteten Bohnen vor Ort zu verpacken. Falls sich Käufer für diesen Kaffee begeistern, können weitere Familien im Dorf einbezogen werden. Andere Projekte könnten mit den Abfallprodukten des Kaffees arbeiten, wie z.B. ein Tee aus den getrockneten Schalen der Kaffeekirschen (“cascara”), Küchenbrennstoff aus gepressten Schalen um den Gebrauch von Holzkohle und die resultierende Abholzung zu reduzieren. Sozial orientierte Projekte wie Solar Lampen für Schulkinder oder Management Training für Frauen verbunden mit dem Verkauf des zu Hause gerösteten Kaffees könnten von motivierten Käufern unterstützt werden.

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